Antonio Salieri: La Fiera di Venezia

La Fiera di Venezia, die launige Buffo-Oper, die Antonio Salieri im Alter von nur 22 Jahren schrieb, wurde am 29. Januar 1772 in Wien uraufgeführt und feierte in ganz Europa umjubelte Erfolge. Sie wurde sogar ins Russische und Dänische übersetzt und war bis 1821 permanent auf den Spielplänen in ganz Europa präsent. Seither wartete die Oper auf ihre mehr als lohnende Wiederentdeckung, die Werner Ehrhardt und l‘arte del mondo 2018 realisieren.

Antonio Salieri war zu seiner Zeit einer der beliebtesten Opernkomponisten Europas und mit seiner einzigartigen Spritzigkeit und seinem Witz nicht nur Kollegen wie Mozart ein ganz starkes Vorbild. Seine energiegeladene Musik setzt sich vielmehr noch viel weiter fort bis hin zu den prickelnden Opern eines Gioacchino Rossini…

La Fiera di Venezia sticht selbst unter den Werken Salieris heraus: Besonders das venezianische Kolorit, das die Oper durchzieht, ist einmalig, und Salieri setzt es geistreich in Musik um. Ebenso einmalig ist Salieris Kunst der Orchestrierung und Instrumentierung, die immer wieder - im Gegensatz zum "Mainstream" seiner Zeit - einzelne Instrumente herausstellt und immer wieder neu mit den Stimmen der Sänger kombiniert. Auch Mozart war offenbar begeistert von diesem Werk: Schon ein Jahr nach der Uraufführung schrieb er Variationen für Klavier über eine Arie aus La Fiera di Venezia.

Der Filmregisseur Miloš Forman hat mit seinem berühmten Amadeus zwar einen großartigen Film und Kassenschlager geschaffen, Mozarts Komponistenkollegen Antonio Salieri aber einen kaum wiedergutzumachenden Imageschaden verpasst, den er definitiv nicht verdient hat. Denn seine Musik ist genial, und Mozart hat er ganz sicher nichts antun wollen.

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